Chronik Letmathe – 17. bis 11. Jahrhundert

Diese Chronik bietet einen Überblick über wichtige und interessante Ereignisse der Letmather Geschichte.

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17. bis 11. Jahrhundert

17. Jahrhundert
um 1698 Die Pfarrkirche St. Kilian erhält von Jobst Edmund von Brabeck eine vermutlich um 1500 entstandene spätgotische Monstranz zum Geschenk.
um 1697 Die Familie von Brabeck schenkt der Gemeinde von St. Kilian drei Kirchenglocken. Im 1. Weltkrieg wurden die Glocken zwangsweise eingezogen, um für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen zu werden.
1696 Jobst Edmund von Brabeck schenkt der Pfarrei St. Kilian eine von dem Orgelbauer Andreas Oheimb aus Einbeck gebaute Kirchenorgel mit dreißig Registern.
1. November 1782 Im Jahr 1782 wird eine Postkutschenverbindung von Schwerte über Iserlohn, Letmathe, Limburg nach Hagen eingerichtet. Die erste Postkutsche fährt am 1. November.
1692 Im Jahr 1692 werden an Haus Letmathe umfangreiche Renovierungs- und Umbauarbeiten vorgenommen.
1691-1693 Die 1687 an der Kirche von St. Kilian ausgeführten Arbeiten sind von so mangelhafter Qualität, dass eine erneute Sanierung nötig wird.
1687 Ludolph Wolter von Brabeck lässt die baufällige, gotische Kirche von St. Kilian, die um das Jahr 1300 entstanden sein soll, teilweise abreißen und neu errichten.
1673 Die Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. besetzen die Grafschaft Limburg. Die Vermittlungsversuche von Adrian Melchior von Brabeck bleiben erfolglos.
1656 Adrian Melchior von Brabeck plant, Haus Letmathe vom Ahauser Baumeister Bernhard Spoede im Stil der Spätrenaissance umbauen zu lassen. Die Pläne werden nicht verwirklicht.
1636 Im Jahr 1636 bricht in der Grafschaft Limburg die Pest aus. Oestrich wird fast völlig entvölkert. Über die Folgen der Pest in Letmathe gibt es keine genauen Angaben.
1633-1636 Die Grafschaft Limburg mit den Kirchspielen Letmathe und Oestrich wird von Teilen der Armee des kaiserlichen Heerführers Lothar Dietrich von Bönninghausen besetzt.
24. Juli 1632 Während des Dreißigjährigen Krieges plündern die Reitertruppen des Grafen von Pappenheim die Grafschaft Limburg. Am 24. Juli 1632 überfallen sie Haus Letmathe und rauben es aus.
11. November 1619 Der berühmteste Sohn der Familie von Brabeck Jobst Edmund von Brabeck, der spätere Fürstbischof von Hildesheim, wird auf Haus Letmathe geboren.
14. Dezember 1610 Erste Überlieferung eines Schullehrers, der zugleich Küster der Gemeinde ist. Der Unterricht findet in der Wohnung des Lehrers statt.
16. Jahrhundert
12. August 1596 Johann von Brabeck erhält Haus Letmathe von Herzog Johann Wilhelm von Kleve als Lehen.
1584 – 1610 Die Grafschaft Limburg wird von 1584 bis 1610 durch kölnische Truppen besetzt.
1579/1580 Wolter von Brabeck baut Haus Letmathe vermutlich im Stil der Renaissance um.
1576 Georg von dem Westhove stirbt ohne männliche Erben. Wolter von Brabeck kommt über seine Frau, eine geborene von dem Westhove, in den Besitz von Haus Letmathe.
1561 Oestrich wird durch den im Jahr 1561 von dem Iserlohner Pfarrer Johann Varnhagen in sein Amt eingesetzten Pfarrer Hildebrand zur Megede reformiert.
14. Jahrhundert
1396 Erste Erwähnung einer Brücke über die Lenne zwischen Letmathe und Genna.
1396 Lössel wird als “Luyrinchsele”, ein Gut der Herren von Letmathe, erstmals erwähnt.
1387 Hunold von Letmathe verpfändet das verfallene Haus Letmathe an Ludekin von Lette.
1376 Haus Letmathe wird im Jahr 1376 als verfallen bezeichnet.
1349 Haus Letmathe wird ein Lehen der Grafen von der Mark. Hunold von Letmathe überträgt sein Haus dem Grafen Engelbert III. von der Mark als „Offenhaus” und erhält es als Lehen zurück.
1348 In Oestrich kann durch eine Stiftung des Iserlohner Bürgers Henricus Nithardt eine Pfarrei gegründet werden.
Juli 1322 Für die Pfarrei von St. Kilian wird in Avignon, dem Sitz von Papst Johannes XXII., ein von zehn Bischöfen unterschriebener Ablassbrief ausgestellt.
1310 Als zweite Linie der Familie der Herren von Letmathe werden 1310 die Schelen urkundlich erwähnt.
1308 Letmathe und Oestrich werden in dem „Liber valoris“, einem Verzeichnis aller Kirchen des Erzbistums Köln, aufgeführt. Letmathe ist die ärmste Gemeinde des Dekanats Lüdenscheid.
1304 Die Familie der Herren von Letmathe teilt sich in zwei Linien. Im Jahr 1304 wird die Linie der Külinge genannt.
um 1300 Vermutlich wird um das Jahr 1300 an der Stelle des heutigen Kiliansdoms eine romanische Kirche durch einen gotischen Kirchbau ersetzt.
13. Jahrhundert
3. Juli 1253 Erstmals wird ein Letmather Geistlicher in einer Urkunde erwähnt. Die Pfarrei St. Kilian wurde vermutlich schon früher gegründet.
1. Mai 1243 Letmathe und Oestrich werden Teil der Grafschaft Limburg, die durch den Friedensvertrag vom 1. Mai 1243 zwischen Graf Dietrich I. von Isenberg und Graf Adolf I. von Altena entstanden ist.
1231 Mit Thegenardus von Leytnette, der im Dienst des Grafen von Altena steht, wird zum ersten Mal ein Angehöriger des Geschlechts der Herren von Letmathe genannt.
um 1220 Oestrich wird in einer Vogteirolle des Grafen Friedrich von Isenberg als “Cometia Osteric” (Freigericht Oestrich) erstmals urkundlich erwähnt.
11. Jahrhundert
1036 Letmathe wird als “letnetti” in einem Verzeichnis des Klosters Werden erstmals urkundlich erwähnt.

 

Quellenangaben:
Götz Bettge, Iserlohn Lexikon (1987)
Alois Grusemann, Letmather Bürger erinnern sich an die Zeit von 1930 bis 1945 (2005)
Karl Heimann, Heimatbuch Letmathe, Ein Beitrag zur westfälischen Geschichte (1950)
Letmather Nachrichten, Schäfers & Gerbe oHG – Letmathe 950 Jahre 1036 -1986 Heimat vieler Generationen
Reinhold Schneider, Von der Wasserburg zum Bürgerhaus. Die wechselvolle Geschichte des Hauses Letmathe, Der Märker
Peter Trotier, Geschichte der kath. Pfarrgemeinde St. Kilian Letmathe (1988)