Chronik Letmathe – 19. Jahrhundert

Diese Chronik bietet einen Überblick über wichtige und interessante Ereignisse der Letmather Geschichte.

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19. Jahrhundert
18. Jahrhundert
17. bis 11. Jahrhundert

19. Jahrhundert
1899 Die Firma Schütte, Meyer & Co. wird von dem Ingenieur Reinhard Schütte, dem Kaufmann Wilhelm Meyer und dem Fabrikbesitzer Wilhelm Post als Eisen- und Metallgießerei gegründet.
1895 In Oestrich wird zusätzlich zur evangelischen Schule eine katholische Schule gegründet.
1891 Auf Grürmannsheide wird eine evangelische Volksschule eröffnet.
1890 Im Jahr 1890 wird neben der Knabenschule an der Oeger Straße eine Mädchenschule als zweiter Teil der “Westschule” eröffnet.
1888 Johann Schäfers gründet in Letmathe die “Volkszeitung”, die später im “Märkischen Echo” bzw. in die “Märkische Volkszeitung” aufgeht.
1884 Im Herbst 1884 kann der Bau des Marienhospitals am heutigen Standort des Krankenhauses an der Hagener Straße bezogen werden.
1878 Die Pfarrkirche von St. Kilian erhält einen Erweiterungsbau, für den am 28. August 1878 der Grundstein gelegt wird.
14. März 1877 Einweihung der evangelischen Kirche, die im neugotischen Stil erbaut wird. Die Kirche wird im Jahr 1974 abgerissen.
1876 Carl Overweg hinterlässt seinem Sohn, dem Landrat und späteren Landeshauptmann von Westfalen, August Overweg Haus Letmathe.
1875 Im Jahr 1875 wird in Letmathe eine evangelische Kirchengemeinde gegründet. Erster Pfarrer der Gemeinde wird Julius von der Kuhlen.
Oktober 1874 Mit der Knabenschule an der Oeger Straße wird eine zweite katholische Schule eröffnet, die spätere “Westschule”.
Juni 1868 Bei Erweiterungsarbeiten an der 1864 in Betrieb genommenen Eisenbahnlinie Letmathe-Iserlohn wird die Dechenhöhle entdeckt.
1866 Der Märkisch-Westfälische Bergwerksverein verlegt seine Zinkhütte nach Letmathe. Im Jahr 1921 wird die Zinkhütte stillgelegt.
1865 Die an der Ruhr-Sieg-Bahn gelegene Bahnstation Letmathe erhält ein Bahnhofsgebäude.
21. März 1859 Die Bahnhofsbrücke wird für den Verkehr freigegeben. Zur Finanzierung des Brückenbaus wird von der im November 1857 gegründeten Letmather Brückenbau AG ein Brückengeld erhoben.
21. März 1859 Das erste 21km lange Teilstück der Ruhr-Sieg-Bahn von Hagen nach Letmathe wird eröffnet. Im August 1861 wird die Gesamtstrecke von Hagen nach Siegen in Betrieb genommen.
1852 Der Jurist und Politiker Carl Overweg übernimmt von seinem Schwiegervater Friedrich Ebbinghaus Haus Letmathe.
ab 1850 Seit Ende des 16. Jahrhunderts wurde in Letmathe Kalkstein abgebaut. Ab 1850 setzt die industrielle Ausbeutung des Massekalkgebirges ein.
1846 Haus Letmathe geht in den alleinigen Besitz der Familie Ebbinghaus über.
1845 Im Jahr 1845 wird im katholischen Letmathe eine evangelische Schule gegründet, die spätere Albert-Schweitzer-Schule.
3. Februar 1844 Aufgrund der westfälischen Landgemeindeordnung von 1841 wird das Amt Limburg mit den Gemeinden Limburg, Elsey, Letmathe und Oestrich gegründet.
1836 Heinrich Diedrich Wilke gründet im Jahr 1836 die spätere “Döhner AG Kaltwalzwerk Drahtzieherei und Kettenfabrik” in Letmathe.
1831 Die Letmather Schülerinnen und Schüler werden seit 1831 in einem eigenen Schulgebäude neben der alten Kilians Kirche unterrichtet.
1830 In Lössel muss der Unterricht nicht mehr in Privatwohnungen abgehalten werden. Die evangelische Volksschule bezieht ein eigenes Schulgebäude.
1818 Der Besitzer des Hauses Letmathe Friedrich Ebbinghaus lässt eine Papiermühle an der Lenne bauen.
15. April 1817 Die preußische Provinz Westfalen wird in Regierungsbezirke und Landkreise geteilt. Letmathe wird dem Landkreis Iserlohn im Regierungsbezirk Arnsberg zugeordnet.
1816 Johannes Duncker lässt in Letmathe eine Messingwalze errichten.
1815 Nach der Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress gehören Letmathe und Oestrich zur preußischen Provinz Westfalen.
1814 Friedrich Ebbinghaus heiratet Helene Bredt aus Barmen. Der Vater der Braut schenkt dem Paar einen bronzenen Kranich, der noch heute (als Kopie) auf dem Torbogen von Haus Letmathe zu sehen ist.
1813 In Oestrich wird 1813 eine evangelische Schule eröffnet, in der ab 1885 auch katholische Kinder unterrichtet werden.
1812 Kaspar Dietrich Pütter und Friedrich Ebbinghaus bauen Haus Letmathe zu einem großbürgerlichen, klassizistischen Wohnhaus um.
1812 Moritz von Brabeck verkauft Haus Letmathe an die beiden Iserlohner Kaufleute Kaspar Dietrich Pütter und Friedrich Ebbinghaus.
1811/1813 Die bereits 1790 von der Verwaltung der Grafschaft Limburg geplante heutige Hagener Straße wird in den Jahren 1811 bis 1813 gebaut.
1811/1812 Dröschede erhält ein erstes Schulgebäude. Vorher fand der Unterricht in einer als Schulraum umgebauten Bauernstube statt.
1806 Die Grafschaft Limburg mit Letmathe und Oestrich fällt an das von Napoleon I. geschaffene Großherzogtum Berg.

Quellenangaben:
Götz Bettge, Iserlohn Lexikon (1987)
Alois Grusemann, Letmather Bürger erinnern sich an die Zeit von 1930 bis 1945 (2005)
Karl Heimann, Heimatbuch Letmathe, Ein Beitrag zur westfälischen Geschichte (1950)
Letmather Nachrichten, Schäfers & Gerbe oHG – Letmathe 950 Jahre 1036 -1986 Heimat vieler Generationen
Reinhold Schneider, Von der Wasserburg zum Bürgerhaus. Die wechselvolle Geschichte des Hauses Letmathe, Der Märker
Peter Trotier, Geschichte der kath. Pfarrgemeinde St. Kilian Letmathe (1988)