Chronik Letmathe – 20. Jahrhundert

Diese Chronik bietet einen Überblick über wichtige und interessante Ereignisse der Letmather Geschichte.

21. Jahrhundert
20. Jahrhundert
19. Jahrhundert
18. Jahrhundert
17. bis 11. Jahrhundert

20. Jahrhundert
2000 Die 1859 erbaute Bahnhofsbrücke wird saniert. Seit 1994 wird die Brücke nur noch als Fußgängerbrücke genutzt.
1994 Im Jahr 1994 wird ca. 100 m östlich der alten Bahnhofsbrücke eine neue Straßenbrücke über die Lenne fertiggestellt.
1986 Die Franziskanerinnen aus Salzkotten, die seit 1873 im Marienhospital, im Altenheim und im Kindergarten St Kilian tätig waren, verlassen aufgrund fehlenden Nachwuchses Letmathe.
1985 Die Hauptschule an der Berliner Allee bzw. Unterfeldstraße wird geschlossen. Die Bartholomäusschule (Grundschule) zieht in das alte Schulgebäude der Hauptschule.
1984 Die Mark Sauerland Touristik GmbH, eine Tochtergesellschaft des Märkischen Kreises und der Stadt Iserlohn, erwirbt die Dechenhöhle von der Deutschen Bundesbahn.
1. Juli 1984 Der bisherige Träger des Marienhospitals, die Kirchengemeinde von St. Kilian, übergibt das Krankenhaus an die Krankenhausgesellschaft des Märkischen Kreises.
1984 Das zweite Gebäude der “Westschule”, die ehemalige Knabenschule, wird abgerissen.
1982 Die Hauptschule Letmathe bezieht ihr neues Gebäude an der Aucheler Straße. Die Sonderschule übernimmt den durch den Umzug der Hauptschule frei gewordenen Teil der Nordfeldschule.
18. Juni 1981 In Lössel wird der Grundstein für die evangelische Brunnenkirche gelegt. Die Einweihung erfolgt am 4. Juli 1982.
1979 Nach einer gründlichen Renovierung bezieht die Zweigstelle Letmathe der Stadtbücherei Iserlohn Haus Letmathe.
17. März 1979 Das neue Feuerwehrgerätehaus am Lennedamm wird der Freiwilligen Feuerwehr Letmathe übergeben.
10. Dezember 1978 Nach einer äußeren und inneren Renovierung wird die Pfarrkirche von St. Kilian, der Kiliansdom neu geweiht.
1975 Die Stadt Iserlohn erwirbt Haus Letmathe von der Firma Hoesch.
1. Januar 1975 Letmathe verliert aufgrund der kommunalen Neuordnung seine Eigenständigkeit und wird nach Iserlohn eingemeindet.
21. November 1974 Das Autobahnteilstück der A46 Anschlussstelle Hohenlimburg-Ost bis Anschlussstelle Iserlohn-West mit den Anschlussstellen IS-Letmathe und IS-Oestrich wird für den Verkehr freigegeben.
1974 Die ersten Klassen der Kilianschule ziehen in die Nordfeldschule um. Ein Gebäude der Kilianschule (Westschule), die ehemalige Mädchenschule wird abgerissen.
1974 Alle Nebengebäude von Haus Letmathe werden abgerissen, die “Tenne” wird im Westfälischen Freilichtmuseum Hagen wieder aufgebaut.
18. März 1971 Die Einweihung des neuen Gebäudes der Gartenbauschule des heutigen Berufskollegs für Land- und Gartenbau findet am 18. März 1971 statt.
1971 Die Firma Hoesch kauft Haus Letmathe vom Fürst zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda.
5. November 1969 Der Grundstein für das neue Altenheim St. Kilian wird am 5. November 1969 gelegt. Im November 1971 kann das Haus bezogen werden.
13. September 1969 Das an der Aucheler Straße gelegene Hallenbad, heute Aquamathe genannt, wird eröffnet. Die angegliederte Freibadanlage wird 1971 für die Öffentlichkeit freigegeben.
25. August 1969 Das neue Schulgebäude des Gymnasiums Letmathe an der Aucheler Straße wird eingeweiht.
1968 Aufgrund der Volksschulreform von 1968 wird aus der Brabeckschule die Hauptschule Letmathe. Die Volksschule an der Berliner Allee wird zur Hauptschule. Aus den Volksschulen Kilianschule, Bartholomäusschule, Albert-Schweitzer-Schule, Martin-Luther-Schule werden Grundschulen. Kleinere Volksschulen wie in Lössel oder auf Grürmannsheide werden geschlossen.
1967 Die Brabeckschule bezieht ihr neues Schulgebäude im Nordfeld. Das Gebäude und den Namen Brabeckschule übernimmt die Sonderschule.
20. April 1966 Das Gymnasium Letmathe nimmt seine Arbeit auf. Der erste Unterricht findet in der Wittekindschule in Oestrich statt.
18. März 1966 Die Stadt Letmathe ernennt den katholischen Pfarrer Friedrich Meckel zum Ehrenbürger.
1966 Zwischen der nordfranzösischen Kleinstadt Auchel und Letmathe wird eine Städtepartnerschaft geschlossen.
4. Dezember 1965 Der Neubau der evangelischen Volksschule an der Berliner Allee in Oestrich wird am 4. Dezember 1965 eingeweiht.
1964 Die katholische Pfarrkirche St. Mariae Himmelfahrt in Oestrich wird grundlegend renoviert.
15. August 1962 Der Grundstein für die katholische Kirche Maria Königin in Lasbeck wird am 15. August 1962 gelegt. Die Einweihung ist am 30. März 1964.
5. August 1960 In Dröschede wird der Grundstein für die evangelische Adventskirche am 5. August 1960 gelegt. Am 18. Dezember 1960 wird die Kirche eingeweiht.
1957 Die Westschule wird in Kilianschule, die Ostschule in Brabeckschule und die evangelische Schule in Albert-Schweizer-Schule umbenannt.
1. Oktober 1956 Letmathe schließt sich mit den Gemeinden Oestrich und Lössel zur neuen Stadt Letmathe zusammen.
15. Mai 1956 Die Gemeinde Oestrich ernennt den Hauptlehrer und Gründer des Heimatmuseums Oestrich Richard Heetmann zum Ehrenbürger.
20. November 1955 Der Siedlerverein der Kolpingsiedlung im Nordfeld wird gegründet. Die Grundsteinlegung findet am 7. Juli 1957 statt. Die ersten Häuser werden 1958 bezogen.
23. Juli 1955 Am 23. Juli 1955 erfolgt die Grundsteinlegung der evangelischen Friedenskirche. Das neue Gotteshaus wird am 10. November 1957 eingeweiht.
17. Juni 1955 Für die katholische Kirche St. Josef im Stübbeken wird am 17. Juni 1955 der Grundstein gelegt. Die Einweihung ist am 5. Mai 1957.
1954 Gründung der Martin-Luther-Schule als Volksschule in der Untergrüne.
17. März 1953 Die Stadt Letmathe ernennt den Lehrer und katholischen Pfarrer Karl Heimann zum Ehrenbürger.
1950 Als Folge des Zweiten Weltkrieges leben im Jahr 1950 in Letmathe (1911), Oestrich (1730) und in Lössel (203) 3844 Flüchtlinge und Vertriebene.
23. Juni 1947 Auf Initiative des KKV Hansa Letmathe entsteht die Siedlergemeinschaft Stübbeken. Am 25. März 1948 wird mit dem Bau der Siedlung begonnen.
1. Oktober 1946 In einer Villa an der Oeger Straße, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Ausweichkrankenhaus diente, wird das Altenheim St. Kilian eröffnet.
31. Juli 1946 Nachdem das britische Militär das Marienhospital am 12. Mai 1946 verlassen hatte, kann das Krankenhaus nach der Instandsetzung am 31. Juli 1946 wieder bezogen werden.
19. November 1945 In einer Villa an der Oeger Straße wird ein Ausweichkrankenhaus für das von den Briten beschlagnahmte Marienhospital in Betrieb genommen.
14. August 1945 Das zuvor von den Amerikanern mit an Tuberkulose erkrankten Russen belegte Marienhospital wird von der britischen Militärregierung beschlagnahmt.
16. April 1945 Letmathe wird am 16. April 1945 von amerikanischen Truppen besetzt. Einen Tag zuvor wird der Turm von St. Kilian von einer Granate getroffen.
15. April 1945 Die Bahnhofsbrücke zwischen Letmathe und Genna wird von deutschen Soldaten gesprengt.
9. April 1945 Bei dem letzten Luftangriff auf Letmathe wird ein Wohnhaus der Firma Marks getroffen. Sieben Menschen sterben sofort. Zwei Personen erliegen später ihren Verletzungen.
1944 Im Haus Letmathe wird eine Nebenstelle des Letmather Reservelazaretts eingerichtet. Nach Beendigung des 2. Weltkrieges werden hier bis Ende 1945 russische Kriegsgefangene behandelt.
19. November 1943 Der schwerste Luftangriff auf Letmathe wird am Abend des 19. November 1943 geflogen. Brandbomben entfachen 25 Kleinbrände und einen Großbrand. Zwei Menschen sterben in einem getroffenen Wohnhaus.
11. April 1942 Die katholische Pfarrkirche St. Mariae Himmelfahrt in Oestrich brennt nach einem Luftangriff völlig aus. Die Neueinweihung der Kirche findet nach provisorischen Renovierungsarbeiten am 17. Oktober 1943 statt.
1940 Die Siedlergemeinschaft Letmathe wird mit dem Ziel eine Siedlung auf dem Dümpelacker zu errichten im Sommer 1940 gegründet. Erst 1947 kann mit dem Bau der ersten Häuser begonnen werden.
1940 Im Jahre 1940 fallen auf Letmathe die ersten Bomben. Im Laufe des Krieges werden in Letmathe und Oestrich durch Brand- und Sprengbomben viele Menschen getötet und Häuser zerstört.
September 1939 Das Marienhospital wird als Reservelazarett beschlagnahmt. Zivile Kranke werden nicht mehr aufgenommen.
1939 Die drei in Letmathe lebenden Juden ziehen nach Köln bzw. Iserlohn. Zwei werden später im Vernichtungslager Treblinka umgebracht.
10. November 1938 Am Tag nach der Reichskristallnacht werden die Wohnungen der drei in Letmathe lebenden Juden verwüstet.
August 1938 Die Stadt Letmathe und das Amt Oestrich bilden seit dem August 1938 eine Verwaltungsgemeinschaft.
1938 Der 1917 fertiggestellte Kiliansdom erhält eine Kirchturmuhr.
5. Juni 1936 Die Grundsteinlegung für die evangelische Christuskirche in der Grüne findet am 5. Juni 1936 statt. Die Einweihung des Gotteshauses folgt am 6. Mai 1937.
15. Dezember 1935 Stadt Letmathe – Aufgrund der deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 werden Letmathe die Stadtrechte verliehen.
1934 Im Sommer 1934 wird der Volksgarten fertiggestellt. Erste Planungen gehen zurück bis ins Jahr 1921.
30. März 1933 Die Gemeinde Oestrich ernennt Adolf Hitler zum Ehrenbürger.
12. März 1933 Bei der Kommunalwahl am 12. März 1933 erhält die NSDAP in Letmathe 18,7 % der Stimmen. Drei Nationalsozialisten ziehen in den Gemeinderat ein.
28. September 1928 In der Nähe von “Pater und Nonne” werden ein Armband und ein Halsring aus Gold gefunden, die aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. stammen sollen.
26. September 1924 Die Gemeinde Letmathe ernennt den evangelischen Pfarrer Julius von der Kuhlen zum Ehrenbürger.
1. Februar 1921 Das 1903 entstandene Amt Letmathe-Oestrich wird aufgelöst. Letmathe bildet als Einzelgemeinde ein Amt. Oestrich und Lössel, das aus dem Amt Hemer ausscheidet, bilden das Amt Oestrich.
November 1920 Der Landkreis Iserlohn gründet eine landwirtschaftliche Schule in den Wirtschaftsgebäuden von Haus Letmathe.
1918 Friedrich Overweg verkauft Haus Letmathe an den Fürsten Adolf von Bentheim-Tecklenburg-Rheda.
11. November 1917 Die feierliche Kirchweihe des neuen Gotteshauses von St. Kilian dem “Kiliansdom” findet am 11. November 1917 statt.
7. Mai 1916 Am 7. Mai 1916 wird der Grundstein für die katholische Pfarrkirche St. Mariae Himmelfahrt in Oestrich gelegt. Die Kirchweihe für die neubarocke Saalkirche folgt am 19. Sept. 1917.
1. Juli 1914 Gründung einer Missonspfarrei für die Oestricher Katholiken. Missionspfarrer wird der Letmather Kaplan Friedrich Wern.
1914 Die Mittelschule bezieht ihr neues Gebäude an der Von-der-Kuhlen-Straße, das heute noch von der Realschule Letmathe genutzt wird.
Februar 1914 Im Februar 1914 wird mit dem Abriss der alten Kilianskirche begonnen.
12. Juli 1914 Die Grundsteinlegung für die neue Kirche von St. Kilian erfolgt am 12. Juli 1914.
16. April 1912 Der Letmather Ortsverein des Katholischen Kaufmännischen Vereins (KKV) wird gegründet. Die Aufnahme in den Gesamtverband erfolgt am 19./20. Juli 1912
1911/1912 Friedrich Overweg lässt umfangreiche Baumaßnahmen an Haus Letmathe vornehmen.
1909 Im Jahr 1909 wird eine Holzbrücke für Fußgänger zwischen Genna und Letmathe errichtet. Die Brücke wird 1962 abgebrochen und durch eine Stahlbetonbrücke ersetzt.
1909 Der Letmather Bahnhof wird um einen Güterbahnhof erweitert. An seiner Stelle wird 1983 ein Service-Center gebaut.
1909 Nach dem Tod von August Overweg wird Friedrich Overweg neuer Besitzer von Haus Letmathe.
24. August 1908 Nachdem 1907 die alte Kirche, eine gotische Saalkirche aus dem 15./16. Jh., abgerissen wurde, findet am 24. August 1908 die Einweihung des neuen Gotteshauses der Evangelischen Kirche in Oestrich statt.
19. Oktober 1907 Die erste Ausgabe der “Letmather Nachrichten” erscheint am 19. Oktober 1907. Bis 1911 wird die Zeitung vom Bürger- und Verkehrsverein herausgegeben. Die letzte Ausgabe erschien am 31. Dezember 1991.
2. August 1907 Das erste Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Letmathe am Neumarkt wird eingeweiht.
1906 An der Hagener Straße wird eine zweite katholische Volksschule eingerichtet, die als “Ostschule” bezeichnet wird. In dem Gebäude der kath. Volksschule wird auch die Mittelschule untergebracht.
21. Juni 1906 Die Freiwillige Feuerwehr Letmathe und die Freiwillige Feuerwehr Oestrich werden gegründet.
1905 Der Gemeinderat verbietet die seit dem 15. Jh. nachweisbare Kilianskirmes. Man sieht den Lebenswandel und die allgemeine Sittlichkeit gefährdet. Erst ab 1925 findet die Kirmes wieder statt.
2. Mai 1905 Die heutige Realschule Letmathe wird als „Paritätische Mittelschule für Knaben” gegründet. Bis 1906 findet der Unterricht in der ev. Volksschule statt.
1. Februar 1905 Die Sparkasse Letmathe wird am 1. Februar 1905 als “Sparkasse der Ämter Letmathe und Oestrich” gegründet. Die ersten Geschäftsräume befinden sich im Amtshaus der Gemeinde Letmathe.
31. Juli 1904 Der Grundstein für die katholische Pfarrkirche Herz-Jesu in der Grüne wird gelegt. Die neugotische Hallenkirche wird am 15. Oktober 1905 eingeweiht.
1. April 1904 Das neu erbaute Amtshaus und spätere Rathaus von Letmathe an der Hagener Straße wird am 1. April 1904 bezogen.
1903 Im Jahr 1903 löst sich das Amt Limburg auf. Die Gemeinden Letmathe und Oestrich bilden das Amt Letmathe-Oestrich.
1902 Als letzter jüdischer Mitbürger verlässt Philipp Cahnfeld im Jahr 1902 Oestrich. Die 1843 errichtete Synagoge verfällt und wird zwischen 1910 – 1920 abgerissen.
1902 Letmathe und Oestrich werden erstmals mit elektrischem Strom versorgt. Geliefert wird der Strom von dem Elektrizitätswerk der Westfälischen Kleinbahnen AG in der Grüne.
3. März 1901 Die am 25. Januar 1899 gegründete Westfälische Kleinbahnen AG beginnt im Oktober 1899 mit dem Bau der Verbindung Iserlohn-Letmathe. Die 7,58 km lange Straßenbahnverbindung wird am 3. März 1901 eingeweiht.

 

Quellenangaben:
Götz Bettge, Iserlohn Lexikon (1987)
Alois Grusemann, Letmather Bürger erinnern sich an die Zeit von 1930 bis 1945 (2005)
Karl Heimann, Heimatbuch Letmathe, Ein Beitrag zur westfälischen Geschichte (1950)
Letmather Nachrichten, Schäfers & Gerbe oHG – Letmathe 950 Jahre 1036 -1986 Heimat vieler Generationen
Reinhold Schneider, Von der Wasserburg zum Bürgerhaus. Die wechselvolle Geschichte des Hauses Letmathe, Der Märker
Peter Trotier, Geschichte der kath. Pfarrgemeinde St. Kilian Letmathe (1988)