St. Kilian

Das Wahrzeichen von Letmathe ist die Pfarrkirche St. Kilian, die zwischen 1914 und 1917 im Stil einer neugotischen Hallenkirche errichtet wurde. Wegen ihrer imposanten Größe wird die Kirche im Volksmund Kiliansdom oder Lennedom genannt. Entworfen wurde die Kilianskirche vom Aachener Dombaumeister Josef Buchkremer (1864–1949). Die Kirche verfügt über einige historisch wertvolle Kunstwerke. Hervorzuheben sind das romanische Kruzifix aus dem 12. Jahrhundert und der Korpus eines gotischen Kreuzes aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts.
Internet: St. Kilian Letmathe
Haus Letmathe

Haus Letmathe existiert spätestens seit dem 13. Jahrhundert. Hier herrschten die Herren von Letmathe. Die Ministerialenfamilie konnte den Herrensitz jedoch nicht halten. Im Jahr 1376 wurde das Gebäude als verfallen bezeichnet. In der folgenden Zeit kam es zu häufigem Besitzerwechsel. Um das Jahr 1475 wurde Haus Letmathe durch Engelbert III. von dem Westhove und seinem Sohn als eine typische Wasserburganlage neu erbaut. Die Familie von Brabeck kam 1576 in den Besitz von Haus Letmathe. Moritz von Brabeck verkaufte Haus Letmathe 1812 an Kaspar Dietrich Pütter und Friedrich Ebbinghaus. Die beiden Iserlohner Kaufleute bauten Haus Letmathe zu einem großbürgerlichen, klassizistischen Wohnhaus um. Alle Nebengebäude wurden 1974 abgerissen, ein Gebäude, die „Tenne“ wurde im Westfälischen Freilichtmuseum Hagen wiederaufgebaut. Heute befindet sich in Haus Letmathe eine Zweigstelle der Stadtbücherei Iserlohn und das Heimatmuseum Letmathe.
Internet: www.heimatverein-letmathe.de
Pater und Nonne

„Pater und Nonne“, so nennt der Volksmund, zwei Felsformationen, die an der B7 zwischen Iserlohn und Letmathe senkrecht aus dem Tal der Lenne aufragen. In einem der beiden Felsen befindet sich die Grürmannshöhle, in der man zahlreiche Knochen eiszeitlicher Tiere fand. Pater und Nonne sind Teil des Massenkalkgebirges des Sauerlandes und gelten als Naturdenkmal. Der Sage nach sind die beiden Felsen zwei Ordensleute, die sich dem strengen Klosterleben nicht unterordnen wollten und wegen ihres Ungehorsams zu Stein erstarrten.
Die Sage von Pater und Nonne finden Sie hier.
Dechenhöhle

Die Dechenhöhle, eine der schönsten deutschen Tropfsteinhöhlen, wurde im Juni 1868 bei Erweiterungsarbeiten an der Bahnstrecke Letmathe-Iserlohn von zwei Eisenbahnarbeitern entdeckt. Benannt wurde die Dechenhöhle nach dem bedeutenden Bonner Geologen und Oberberghauptmann Heinrich von Dechen (1800-1889). Kurz nach ihrer Entdeckung wurde die Dechenhöhle von der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft zur Schauhöhle ausgebaut. Heute können etwa 360 m der 870 m langen Höhle besichtigt werden. Der Dechenhöhle ist das „Deutsche Höhlenmuseum Iserlohn“ angegliedert. Hier erfährt der Besucher alles zum Thema Höhlen und Höhlenforschung. Besondere Attraktionen des Museums sind unter anderem die lebensechten Nachbildungen eines Höhlenlöwen und eines Höhlenbären mit Höhlenbären-Baby sowie prähistorischen Höhlenmalereien aus ganz Europa, die auf einer großen Lehmwand abgebildet sind.
Internet: www.dechenhoehle.de